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Nachhaltiges Engagement mit fachlicher Expertise:

Der Markt an Bio-, Regio-, Fair-, Direct-, und sonstigen Bapperln (Zertifikate oder manchmal auch einfach nur "Kaufmich-Kleber") wächst und es wird zunehmend schwieriger, einen Überblick zwischen "richtigen" Organisationen oder "hausinternen" Supermarkt- oder Discounterbapperln zu unterscheiden.

Einige Organisationen fairsuchen jedoch seit Jahren qualifizierte Standards zu etablieren und Ihre fachlich versierten Mitglieder und Experten (sic!) geben sich sehr viel Mühe, gute und nachhaltige Standards zu entwickeln und mit teilweise sehr aufwändigen Kontroll- und Zertifizierungsfairfahren zu verifizieren und auszubauen. Wir profitieren von Ihren Erfolgen in der nachhaltigen Landwirtschaft und Ihrem unermüdlichen Engagement, unsere LEBENsmittel nachhaltig und gesund zu erzeugen, bzw. Standards in Hotellerie und Gastronomie zu definieren.

Wir haben Dir nachfolgend Marken und Informationen der Organisationen aufgelistet (in alphabetischer Reihenfolge), deren Arbeit wir sehr schätzen und gerne unterstützen wollen, auf Ihre Zertifikate kannst Du fairtrauen und guten Gewissens mit Deinem Kauf unterstützen. Bei Deiner Suchanfrage auf der fairnesskultur.de kannst Du auch explizit nach Mitglieder mit diesen Zertifizierungen filtern:

 

Biokreis e.V. - Verband für ökologischen Landbau und gesunde Ernährung

Im Biokreis gestalten 1200 Landwirte, 150 Verarbeiter und 200 Verbraucher gemeinsam kreativ und konsequent ökologischen Landbau. 1979 gegründet und mit Hauptsitz in Passau, ist der Biokreis heute in ganz Deutschland aktiv.
Tierwohl, eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft, regionale Zusammenarbeit und Wertschöpfung, handwerkliche Lebensmittelverarbeitung – dafür steht der Verband. Die Richtlinien liegen weit über den Standards der EU-Bio-Verordnung und sind verbindlich für alle Mitglieder.

Innerhalb dieses Rahmens haben die Landwirte die Freiheit, die ihr Berufsstand seit jeher beansprucht, Vermarktungsgebühren erhebt der Biokreis nicht. Seine Mitglieder unterstützt er mit persönlicher Beratung. Als basisdemokratischer Verein kann sich jeder auf den Mitgliederversammlungen einbringen. Mit wirkungsvoller Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und der Zeitschrift bioNachrichten präsentiert der Verband sich nach außen. In der politischen Arbeit für die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus ist der Biokreis auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene aktiv. So wie die Gründer des Verbandes 1979 Pioniere waren, sind auch heute neue Ideen für die Arbeit des Biokreis fundamental. Der Verband hat beispielsweise die Richtlinien für Hotel/Gastronomie, Wald und Tiernahrung sowie das Siegel „regional und fair“ ins Leben gerufen und ist Vorreiter mit dem Projekt „100% Bio-Leder“. Das Siegel „regional und fair“ zertifiziert Bio-Verarbeiter und -Vermarkter, die in vertrauensvollen, langfristigen Kooperationen mit Bauern aus ihrer Region zusammenarbeiten. Weitere Informationen zum Biokreis kannst Du hier nachlesen.

Bioland

Bioland ist der führende ökologische Anbauverband in Deutschland und Südtirol. Mehr als 6200 Landwirte wirtschaften nach den Bioland-Richtlinien und orientieren sich am Leitbild der sieben Prinzipien für die Landwirtschaft der Zukunft.

Die besonders strengen Richtlinien stehen für höchste Qualitätsstandards und Transparenz, die weit über die gesetzlichen Bio-Standards im Anbau und der Tierhaltung hinausgehen.

So ist der Einsatz chemisch-synthetischer Stickstoff-Düngemittel ebenso tabu wie der Einsatz von Gentechnik und auch auf eine artgerechte Tierhaltung wird großer Wert gelegt. Ausreichend Auslauf, viel Platz im Stall und zertifiziertes Bio-Futter garantieren Verantwortung und Genuss auf höchstem Niveau.

Im Einklang mit der Natur wird dadurch eine Kreislaufwirtschaft betrieben, die sich umfassend nach den Ansprüchen von Tier, Mensch und Natur richten. Bioland ermöglicht eine umweltschonende und nachhaltige Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung und trägt zur Erhaltung der Kulturlandschaft, einer intakten Umwelt und gelebtem Tierschutz in Ihrer Region bei. Mehr über Bioland erfährst Du hier.

Naturland - Verband für ökologischen Landbau e.V.

Naturland ist mit mehr als 3.000 Mitgliedsbetrieben in Deutschland sowie über 38.000 Bauern weltweit einer der bedeutendsten Öko-Verbände. Seit der Gründung 1982 ist der Verband dabei immer wieder als Pionier neue Wege gegangen – regional und weltweit.

Bereits in den späten 1980er Jahren stellte Naturland in Sri Lanka und Indien die weltweit ersten Teegärten auf Öko-Landbau um. Die enge Zusammenarbeit mit dem Fairhandelshaus Gepa, die bis heute fortbesteht, markierte für Naturland bereits damals den Beginn der Verbindung von Öko und Fair.

Ergänzend zu den strengen Öko-Standards gelten deshalb seit 2005 für alle Naturland Betriebe auch verbindliche Sozialrichtlinien. Der nächste Schritt war 2010 die Einführung der Zusatzzertifizierung Naturland Fair.

Damit bietet Naturland Öko & Fair aus einer Hand – und das für Nord und Süd. Denn mehr Öko-Landbau wird es nur geben, wenn die Bäuerinnen und Bauern von ihrer Arbeit leben können. Das gilt auch für die Landwirtschaft im globalen Norden. Deshalb bezieht Naturland auch sie in den Fairen Handel mit ein. Mehr über Naturland kannst Du hier nachlesen.

Demeter eV.

Demeter steht für Produkte der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise. Diese älteste ökologische Form der Landbewirtschaftung geht auf Impulse von Rudolf Steiner zurück, der Anfang des 20. Jahrhunderts auch Waldorfpädagogik und anthroposophische Heilweise initiierte.

Den Pionieren in Sachen Bio ist es gelungen, Demeter als moderne und zukunftsfähige Anbauweise immer weiter zu entwickeln. So gilt biodynamisch inzwischen als die nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung. Sie sorgt dafür, dass die Humusschicht kontinuierlich wächst. Das beweisen unabhängige Forschungsarbeiten, die über mehr als 20 Jahre die Unterschiede zwischen konventioneller, biologisch-organischer und biologisch-dynamischer Kultur untersucht haben. Das ist gerade angesichts der Klimaveränderung wesentlich, weil im Humus große Mengen Kohlendioxid gebunden werden, was dem Treibhauseffekt entgegenwirkt.

Durch selbst hergestellte, feinstofflich wirkende Präparate aus Mist, Heilpflanzen und Mineralien wird die Bodenfruchtbarkeit in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft nachhaltig gefördert und das charakteristische Aroma der Lebensmittel voll entwickelt. In Deutschland wirtschaften rund 1500 Landwirte mit über 70 000 Hektar Fläche biologisch-dynamisch. Zum Demeter e. V. gehören zudem etwa 420 Demeter-Hersteller und -Verarbeiter sowie rund 250 Vertragspartner aus dem Naturkost- und Reformwaren-Großhandel. Mehr als 500 Demeter-Aktiv-Partner-Läden (DAP) in Deutschland engagieren sich besonders für biodynamische Qualität. Weitere Informationen zu Demeter eV. erhältst Du hier.

Langfristige Lieferanten-Beziehungen aus gutem Grund

In der fairnESSkultur stehen wir für transparente Herkunft, mehr regionalen Direktbezug sowie mehr gegenseitige Wertschätzung & Wertschöpfung. Und das leben wir natürlich auch selbst, genießen das gegenseitige fairTrauen nachhaltiger und erfolgreicher Zusammenarbeit & gemeinsamer Grundwerte. Gerne zeigen wir Dir, was wir für tolle und empfehlenswerte Partner in der Zusammenarbeit haben - auch für Dich.

So werden z.B. unsere Papiere regional bezogen, direkt von GMUND aus Gmund am Tegernsee. Nicht nur das Papier unserer Broschüren, sondern auch Deine Anmeldeformulare, die Du hier gerne anfordern kannst.

Warum? Weil es fair ist, direkt vom Erzeuger zu beziehen. Weil keine intransparenten Herkunfts- oder Handelswege dazwischen stehen. Weil es aus der Region kommt. Weil es sich gut anfühlt. Weil beste Qualität aus nachhaltigem, fairantwortungsvollem Handeln entsteht. Und, so war beispielsweise erst kürzlich in einer Pressemitteilung von GMUND Papier zu lesen:

 

 

 

"Die Papiermacher vom Tegernsee nehmen Nachhaltigkeit seit Generationen ernst. So hat Gmund mit seiner „Umwelt Charta“ als erste Papierfabrik einen neuartigen Umweltstandard festgelegt und nimmt Stellung zu den vier Säulen des Umweltschutzes in der Papierindustrie:"

 

Rohstoffe

Zur Produktion der Feinstpapiere werden ausschließlich umweltfreundliche, garantiert nachhaltige Rohstoffe fairwendet. Alle Gmund Papiere sind natürlich FSC® zertifiziert (FSC-C006462).

Wasser

Mittels neuer Technologien konnte der Wasser-fair-Brauch in den letzten Jahrzehnten um 70 % gesenkt werden. Mit einer weltweit einzigartigen Ozonreinigungsanlage wird das Produktionswasser gereinigt und kann bis zu sieben Mal wieder- fair-wendet werden. 2005 wurde Gmund für diese Anlage die „Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Umwelt und Gesundheit“ fairliehen.

Energie

Mit Hilfe von Wasserkraft, Sonnenenergie und Kraft-Wärme-Kopplung stammen bis zu 75 % der Energie bei Gmund aus eigener Produktion.

Abfall

Jedes Stück Abfall wird sorgfältig getrennt und, wo immer möglich, wiederfairwertet. Mit ihrem strengen internen „Abfallminimierungsprogramm“ konnte Gmund so die Menge innerhalb der letzten zehn Jahre um 82 % senken.